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Die Forschungsarbeit von Maximiliane Sachenbacher an der LMU zur "Theoretische[n] Konzeptionierung einer Plattform für Stiftungskooperationen - Analyse am Beispiel von München" ist abgeschlossen. Das Management Summary befindet sich am Ende des Textes.

Wenn Sie Interesse an der kompletten Arbeit haben, leitet SoNET Ihre Anfrage gerne an Frau Sachenbacher weiter.

Theoretische Konzeptionierung einer Plattform für Stiftungskooperationen am Beispiel München

Freie wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des Grades eines Master of Science an der Fakultät für Betriebswirtschaft der Ludwig-MaximiliansUniversität München

Eingereicht von: Maximiliane Sachenbacher München, den 21. September 2020

Management Summary

Die Masterarbeit umfasst einen Literaturüberblick, eine Ökosystemanalyse des Stiftungswesens, eine Mixed-Methods-Erhebung mit zwei Primärstudien (qualitative Interviews, Fragebogenerhebung), ein Plattformkonzept sowie eine Diskussion der Ergebnisse. Das Thema wurde aus der Perspektive der sozialen Netzwerktheorie und der Transaktionskostentheorie betrachtet, wobei eine Plattform definiert wird als: Ort oder Personenkreis mit partizipativen Strukturen, welcher die Akteure eines Netzwerks zusammenbringt und Interaktion ermöglicht. Im Wesentlichen ergaben sich folgende Erkenntnisse zur Institutionalisierung langfristiger, ortsgebundener Kollaboration:

Das Plattformkonzept beschreibt eine mitgliedschaftsbasierte, institutionalisierte Gesprächs- und Arbeitsgruppe mit Anbindung bei der Stadt München und Involvierung der Industrie- und Handelskammer. Die Plattform ist auf die koordinierte Verfolgung gemeinsamer Schwerpunktthemen mit konkret gesetzten Zielen ausgerichtet, wobei sich die Zielgruppe aus Stiftungen mit Sitz in München zusammensetzt. Des Weiteren umfasst die Plattform ein hauptamtliches Organisationsbüro, einen Lenkungskreis mit klaren Verantwortlichkeiten, sowie Schnittstellen ins Stiftungsökosystem. Unter Schnittstellen ist die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen aus dem Ökosystem zu verstehen, etwa der Bürgerschaft, der Stiftungsaufsicht oder Kreisen aus spezialisierten Banken und Anwälten. Die Plattform soll über Mitgliedsbeiträge und Gründungspartner*innen finanziert werden, wobei aufgrund der Überschneidung an Interessen auch die Industrie- und Handelskammer oder die Stadt München einen Beitrag leisten könnten. Zu Beginn sollten die Kollaborationselemente der Plattform analog aufgesetzt werden, wobei digitale Elemente im weiteren Verlauf erprobt werden. Es bleibt im Hinterkopf zu behalten, dass eine rege Teilnahme der Mitglieder aber auch ein dynamisches, strukturiertes Management essentiell für den Erfolg der Plattform sind.

Die große Kongruenz mit bisheriger empirischer Literatur verleiht den Ergebnissen Legitimität und lässt vermuten, dass das Konzept für andere Netzwerke des deutschen Stiftungswesens generalisierbar und in weiten Teilen auch im dritten Sektor anwendbar ist. Zukünftiger Forschung wird empfohlen, die tatsächliche Kollaborationsaktivität (besonders unter den Effekten der Plattform) mit dem Instrument einer sozialen Netzwerkanalyse zu untersuchen.