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binet mllv

Ein Kooperationsprojekt des Münchner Lehrerinnen und Lehrerverbands und  BiNet - Bildungsnetzwerk München

Viele der Kinder und Jugendlichen, die mit oder ohne ihre Eltern aus ihrer Heimat geflüchtet sind und jetzt in München leben, verfügen bei ihrer Ankunft über keinerlei Deutschkenntnisse. Daher werden schulpflichtige Kinder und Jugendliche zunächst in sogenannte Übergangsklassen geschickt, um Deutsch zu lernen, bis sie dem Unterricht in einer Regelklasse folgen können.

Welche Schülerinnen und Schüler sind in einer Übergangsklasse?

In einer Übergangsklasse werden mehrere Altersstufen zusammengefasst, ihre Ressourcen, Potentiale und schulischen Vorerfahrungen sind sehr vielfältig und individuell. Kinder, die in ihrem Herkunftsland vielleicht noch nie eine Schule besucht haben, sitzen neben Kindern, die mehrere Sprachen sprechen oder perfekt Klavier spielen können. Viele von ihnen sind traumatisiert und von Zukunftsängsten geplagt.

Warum Patenschaften?

Aufgrund der enorm heterogenen Zusammensetzung der Klassen, ist eine intensive Individualisierung und Differenzierung im Unterricht unerlässlich. Dazu stehen den Lehrkräften keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung. Es gibt kein Schulbuch, das diesen Anforderungen gerecht wird. Für einen motivierenden und handlungsorientierten Unterricht müssen Lehrkräfte in Eigeninitiative Unterrichtsmedien wie Lernspiele, Bilderbücher, Wörterbücher usw. auftreiben.
In Übergangsklassen fehlt es an vielen Dingen, um den Schülerinnen und Schülern den Start in ein neues Leben zu erleichtern. Benötigt werden beispielsweise:
• geeignete (auch mehrsprachige) Wörterbücher aller Art (Duden, Wortprofi ...)
• geeignete Bildwörterbücher (auch mehrsprachige) für die Klassenbücherei
• Alphabetisierungsmaterialien
• Lernspiele, Gesellschaftsspiele
• Schulmaterialien wie Füller, Schreibwaren aller Art, Hefte, Zeichenblöcke, Kartons, farbiges Kopierpapier, Karteikarten, Blankokalender, dicke Stifte, Folienstifte, Bastelmaterialien …
• Medienausstattung: Tablets, Beamer, Diktiergeräte, Kopfhörer, Mikrofone,
• Fahrkarten zum Aufsuchen außerschulischer Lernorte
• Eintrittsgelder für Museen, Theatervorstellungen, Sportstätten
• Nachhilfelehrkräfte und Lernbegleiter
• Unterstützung bei traumatisierten Kindern
• Geld für Mittagessen
• Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Helfer und freiwillige Praktikanten
Die konkreten Bedarfe sind in den jeweiligen Klassen sehr unterschiedlich, der durchschnittliche Bedarf an finanzieller Unterstützung liegt zwischen 1.000 und 2.000 Euro jährlich.

Wie wird man Pate?

Man kann eine Patenschaft für eine nahegelegene Schule übernehmen oder auch für eine andere Schule in einem anderen Stadtteil, für eine Klasse an einer Grundschule oder an einer Mittelschule. Das Matching übernehmen die Projektpartner MLLV oder BiNet.

Sobald die Schule und die Klassen feststehen, wird ein Treffen zwischen dem Paten und der Schulleitung sowie der Klassenlehrkraft der Übergangsklasse organisiert. In diesem Gespräch wird festgelegt, wo und wie die Klasse konkret unterstützt wird.

So wie die Bedarfe der jeweiligen Klassen sehr unterschiedlich sind, können auch die Angebote der Paten unterschiedlich sein. Neben finanzieller Unterstützung kann das Angebot auch das Organisieren von
freiwilligen Helfern umfassen. Mitarbeitende aus einem Unternehmen können sich beispielsweise als Lesepaten oder Hausaufgabenhilfe engagieren sowie andere Formen der Unterstützung geben.

Absprachen werden stets schriftlich festgehalten, dies schafft Sicherheit und Transparenz für alle Beteiligten. Sie können jederzeit verlängert oder erneuert werden.

Interesse? Ansprechpartner für Patenschaften für Übergangsklassen:

BiNet Bildungsnetzwerk München
Gerlinde Wouters
c/o FöBE, Förderstelle für Bürgerschaftliches Engagement
Tel: 089 - 59 98 90 87-0
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Münchner Lehrer– und Lehrerinnenverband e. V.
Waltraud Waltraud Lučić
Tel: 089 721001-808
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!